Gründung der Schülerfirma

In den ersten acht Schulwochen des Schuljahres 2010/11 durchliefen alle Schüler der damals noch zweijährigen Berufsfachschule ihren fachpraktischen Unterricht in Form von Stationen zu handwerklichen Grundfertigkeiten. In diesem Zeitraum wurde den Schülern das Konzept der Schülerfirma, die Möglichkeiten der Maschinen und die Erwartungen an die Teilnehmer erklärt. Die Anlaufphase war gleichzeitig der Bewerbungszeitraum.

Die Ziele vor Augen, schrittweise zunehmend selbstständiger zu arbeiten, weitere „innerbetriebliche“ Aufgaben zu übernehmen, die erworbenen Kompetenzen in der CNC-programmierung auch in Tests zu belegen aber auch von wirtschaftlichem Erfolg zu profitieren und schöne Dinge nicht nur herzustellen, sondern auch zu unternehmen, ließen etwa ein Viertel der 52 Schüler beitreten.

Die ersten Werkstücke/Produkte wurden zur Einführung in die Programmierung mit IMAWOP vorgegeben. Es wurde nur auftragsbezogen gefertigt, um kein Lager entstehen zu lassen und das Gründungskapital aus dem Förderverein der Berufskollegs nicht in totes Kapital in Form von „Ladenhütern“ zu binden.
Die Klasse der Berufsfachschule Gestaltung setzte sich zu der Zeit mit der Namensgebung und der Logoentwicklung der bis dahin nur „Schülerfirma“ genannten Unternehmung auseinander. Außerdem wurde ein Schaukasten als Auslage mit den Produkten gestaltet, um auf die Artikel aufmerksam zu machen und zu verkaufen.

Gleichzeitig entwickelte sich der erste Auftrag aus der GS Falkstraße, die in ihrer über 100-jährigen Geschichte schon immer ohne Namensschild auskommen musste und dies nun ändern wollte. Mit der Fertigung des Schriftzuges verbreiteten sich das Engagement und die Fertigkeiten von BeWoody vor allem unter den Herforder Grundschulen. Folgeaufträge kamen und kommen z.B. aus der Falkstraße, aus der GS Stiftberg, Eickum, Hiddenhausen, Eilshausen und Oetinghausen. Weitere zufriedene Kunde fand man z.B. beim Herforder Kanu-Klub, für den z.B. Siegertrophäen zum Drachenbootcup auf der Werre hergestellt wurden, bei der Kita Schobeke oder auch in Herforder Kirchengemeinden um diese bei deren Angebote bei der Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen.