Internationaler Tag gegen Rassismus

Eine bunte Veranstaltung gegen Rassismus am Wilhelm-Normann-Berufskolleg

Der von der UNESCO für den 21. März ausgerufene „Internationale Tag gegen Rassismus“ war am Wilhelm-Normann-Berufskolleg Anlass für eine gelungene Veranstaltung. Die Schule, die seit September 2011 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist, hat die Wichtigkeit eines guten Miteinanders - gegen Ausgrenzung zwei Stunden lang in den Mittelpunkt gestellt.

Über 280 Schüler/-innen waren mit ihren Stühlen in die Pausenhalle des Wilhelm-Normann-Berufskollegs gekommen. Dort hatten Schüler/-innen bereits selbstgemachte kleine Fahnen verschiedener Herkunftsnationen an die Decke gehängt.

Die vielfältigen Wurzeln der Schüler/-innen kamen bei dieser Veranstaltung auf sehr sinnliche Art zum Ausdruck. Der Schüler Hasan Korkmaz spielte gekonnt auf der Saz - der türkischen Laute.

Die Bäckereinfachverkäuferinnen berichteten nicht nur über Esskulturen verschiedener Nationen. In ihrer bebilderten Präsentation zeigten sie ein „Alternativszenario“, das sich heute kaum jemand vorstellen mag: Ein Deutschland, in dem es nur traditionelle deutsche Speisen gibt. Der Segen einer vielfältigen Koch- und Backkultur wurde durch die anschließend gereichten, von den Schülerinnen selbstgemachten, Gebäckstücke für alle Anwesenden sinnlich erfahrbar.

Die Schüler/-innen der Gestaltungsabteilung zeigten aufwändig gestaltete PowerPoint-Präsentationen und Plakate z.B. eine Foto-Lovestory über junge Liebe zwischen Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, Comics zum Thema Rassismus, ein Skulpturenprojekt, das die nationale Vielfalt und Verbundenheit symbolisiert und eine provokante Antirassismus Präsentation „Was geht mich Rassismus an?“. Eine weitere Schülergruppe zeigte Fotos von ihren mit Neonfarben kunstvoll bemalten Gesichtern und Körpern unter dem Titel „Farbe bekennen gegen Rassismus“.

Schließlich stand Ali Iśik, der vor vierzig Jahren aus der Türkei nach Herford kam, auf der Bühne, um sich von Schülern der Gartenbauabteilung interviewen zu lassen. Aus dem Publikum folgten weitere Fragen zur Integration und zum Umgang mit muslimischen Menschen in unserer Gesellschaft. Die Art von Herrn Iśik, der die alten Wurzeln und die Religion nicht verleugnet und zugleich offen für eine moderne, demokratische Gesellschaft ist, hat die Schüler/-innen beeindruckt. Sie bedankten sich mit einem starken Applaus. Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung für alle Beteiligten.